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Länge: 56 Minuten
Erstausstrahlung
Medellin ist die zweitgrößte Stadt
Kolumbiens, einem Land, das seit Jahrzehnten im Bürgerkrieg
versinkt. Seit den 80er Jahren ist Medellin als Stadt der
Drogenbarone und Auftragskiller bekannt.
Der Film von Eduard Winiger geht den positiven Entwicklungen in
der Stadt nach, er berichtet von einem sozialen und
pädagogischen Experiment: In 20 Quartieren Medellins werden seit
1997 um die 2.500 Schüler gratis in Musik unterrichtet und der
Straße entzogen. Unter der Leitung von Juan Guillermo Ocampo
Gómez musizieren die Kinder und Jugendlichen im Rahmen der
Musikstiftung "Amadeus" in Quartier- und Symphonieorchestern.
Die 15-jährige Trompetenspielerin Elizabeth Ochoa Ruiz, deren
Vater vor Jahren ermordet wurde, berichtet, wie sich die Kinder
jeweils in der Schule verstecken, wenn im Quartier die Banden
aufeinander schießen. Der 18-jährige Flötist Alexis Gaviria ist
über die Musikkurse ins Konservatorium aufgestiegen. Die
16-jährige Ana Maria Rojas hat schon angefangen, die
Nachwuchsschüler auf der Viola zu unterrichten. Die Fähigkeiten
der kleinen Geigerin Marisol Zapata beeindrucken den
italienischen Virtuosen Alessio Benvenuti so sehr, dass er
einen Reisehalt einlegt und Meisterkurse gibt. |
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